Gerd, wir frieren!
9. Februar 2009 | Kategorie: Glosse Keine Kommentare »Unser aller Gerd mal wieder. Nach 1 ¾ Amtszeiten als Bundeskanzler wurden ihm seine Koffer im Bundeskanzleramt gepackt und er verließ Deutschland, um im frostigen Russland für seinen Freund und „lupenreinen Demokraten“ Putin eine Stelle im Aufsichtsrat eines Pipeline-Konsortiums anzutreten, das zu 51% Gazprom gehört. Nun ist dieser Winter nicht nur in Russland, sondern auch in Europa äußerst frostig. Der russische Bär schwingt (mal wieder) die Energiekeule und hält halb Europa als Geisel in einem Streit mit der Ukraine. Die EU-Präsidentschaft versucht verzweifelt zu vermitteln, trotzdem ist es ein endloses Hin und Her. Jetzt könnte es sich endlich einmal lohnen, deutsche Führungskräfte (nach 1945) in Richtung Ural exportiert zu haben. Schröder könnte aufschreien, im Aufsichtsrat auf die Erfüllung der Lieferverträge pochen, sich zum Retter der frierenden Proletarier am Balkan stilisieren. Aber nein, er verteidigt seinen neuen Boss wie ein angepasster Manager. Seine Loyalitäten scheinen einzig und allein dem Gazpromkonzern zu gehören. Ein Herr Ackermann wäre wohl sehr stolz auf ihn.