Der Albrecht
Unabhängige Hochschulzeitung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Frühlingshuhn à la ALBRECHT

von Jenni Belitz

Zutaten

Für das Huhn

  • Hühnerschenkel ungewürzt
  • Paprikapulver
  • Öl
  • Knoblauch (frisch oder gehackt)
  • Salz
  • Sojasoße

Für die Kartoffeln

  • (Oliven-)Öl
  • Salz
  • Knoblauch (wie oben)
  • Muskatnuss (frisch gerieben oder als Pulver)
  • Paprikapulver

Für den Salat

  • Eisbergsalat
  • Feldsalat (mühsam zu putzen, lohnt sich aber)
  • Pilze
  • Mais
  • Paprika
  • Frühlingszwiebeln
  • Mozzarella
  • Thunfisch
  • Oliven
  • Apfel (etwas experimentell, aber lecker)
  • Möhren

Für das Dressing

  • Olivenöl
  • das Wasser aus den Pilz- und Maisdosen
  • ein bis zwei Tüten Fertigdressing
  • Senf
  • Marmelade (am liebsten etwas rotes oder auch Himbeeren und dann das Ganze pürrieren)
  • Sojasoße

Generell gilt: Ausprobieren! Diese Zutatenliste ist nun auch nicht der  Weisheit letzter Schrei. Ist etwas nicht im Haus oder steht es auf der Top-Ten-Liste der persönlich meistgehassten Lebensmittel, dann einfach weglassen oder etwas Neues dazufügen (gerne auch Variationen in den Kommentaren posten ).

Zubereitung

Bevor es ans Eingemachte geht, sollte das Fenster geöffnet werden, um die frische Frühlingsluft herein zu lassen. Wenn es natürlich regnet wie aus Kübeln oder der Wind mit sechs bis acht Stärken gegen das Fenster peitscht, bleibt es zu. Die erste Zutat ist dann gute Musik, denn kochen ohne Musik ist wie Frühling ohne Sex: Geht auch, macht aber weniger Spaß.

Zuerst werden jetzt die Hühnerschenkel gewürzt. Köche mit geringer Würzbegabung dürfen hier auch die schon gewürzte Variante kaufen, dem Rest seien an dieser Stelle Paprikapulver, etwas Öl, Knoblauch, Salz und Sojasoße ans Herz gelegt. Dann wandert das Geflügel bei 180 bis 200°C in den Ofen.

Damit nun die Kartoffeln den Hühnerschenkeln beim Sonnen im Ofen Gesellschaft leisten können, müssen sie erstmal gewaschen und halbiert werden. Sie finden ihr neues Zuhause in einem Gefrierbeutel, in den nach und nach auch Olivenöl, Salz, Knoblauch, Muskatnuss und Paprika einziehen. Das Ganze nun einmassieren oder durchschütteln – vor Letzterem aber unbedingt die Tüte schließen. Nun kommen sie, mit der Schnittfläche nach unten auf ein Blech gelegt, zum Bräunen mit in den Ofen.

Beim Zuschnitt der Salatzutaten sind der Individualität keine Grenzen gesetzt, Perfektionisten dürfen hier gerne ein Lineal zum Einsatz bringen und eine Schablone bemühen, es sei jedoch angemerkt, dass noch keine Möhre an Asymmetrie gestorben ist. Für das Dressing ist ein Dressing-Shaker ideal, ein altes Marmeladenglas oder eine kleine Schüssel tun es aber auch. In dem Gefäß der Wahl verschwinden nun in beliebiger Reihenfolge: Öl, Wasser – speziell das Wasser, in dem die Pilze oder der Mais eingelegt waren, ist da super -, ein großzügiger Klecks Senf, je nach Menge ein bis zwei Tüten Fertigdressing, Sojasoße und ein kleiner Teelöffel Marmelade. Das Ganze wird jetzt gut geschüttelt oder gerührt und extra zum Salat gereicht.

Je nach Ofen sind die Sonnenbankbesucher nach einer guten Stunde fertig. Die Variationsarten sind mannigfaltig. Vegetarier zum Beispiel lassen das Getier einfach weg, bekennende Antivegetarier das Grünzeug – und allen ist geholfen.

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