Sneak Preview 2.5 – Entweder man liebt es oder man hasst es
15. Mai 2009 | Kategorie: Kultur Keine Kommentare »von Mounira Ghribi
So eine Sneak Preview ist immer wieder eine spannende Sache. Neugierig verschlägt es einen ins Kino und es wird sich auf jede Art von Film eingestellt – eigentlich. Wenn dann der Ankündiger des Films jedoch in der Uniformsjacke der Mitglieder einer Raumschiffcrew vor dem Publikum steht, bekommt der eine oder andere es mit der Panik zu tun. „Bitte sag jetzt nicht, was ich denke!“ kann man den verzweifelten Gesichtern entnehmen. Aber er tut es trotzdem. Frohen Herzens kündigt er den neuen „Star Trek“-Film an. Um noch einen oben drauf zu setzen, gibt es als Vorgeschmack zwei kurze Szenen aus älteren Teilen der „Star Trek“-Reihe. Nun wirkt das eine oder andere Gesicht der Kinobesucher doch eher schläfrig. Von Spannung auf den eigentlichen Film keine Spur!
Doch der actionreiche Einstieg, als die U.S.S. Kelvin von Romulanern angegriffen wird und Captain Kirk ehrenhaft stirbt, um das Leben von über 800 Menschen zu retten, lässt keine Möglichkeit zum Einschlafen. Während seines Todes gebärt Kirks Frau einen Sohn, James Tiberius Kirk. Und darum geht es in dem bereits elften „Star Trek“ -Film. Es ist die Vorgeschichte der bereits gelaufenen „Star Trek“ -Reihe und lässt die Figuren der Originalserie „Raumschiff Enterprise“ einander kennen lernen. Bei einer Schlägerei mit Sternflotte- Kadetten lernt James T. Kirk Captain Pike kennen. Dieser ist ein großer Bewunderer von Kirks Vater und möchte den jungen Mann davon überzeugen, der Sternflotte beizutreten. Nach einer dreijährigen Ausbildung und durch verschiedene Umstände gelangt Kirk auf die Enterprise, wo er Spock kennenlernt. Die beiden können sich zu Beginn überhaupt nicht leiden, werden aber gemeinsam die Enterprise und die Erde vor dem Untergang retten. Bei einer plötzlichen Notfallsituation auf dem Planeten Vulkan wird die Enterprise von denselben Romulanern angegriffen, wie 25 Jahre zuvor James T. Kirks Vater und seine Crew.
Und nun geht das Abstruse los. Die Romulaner wollen sich für die Zerstörung ihres Planeten rächen, der bis dato noch existiert. Die Herrschaften sind aber aus der Zukunft und wissen damit mehr als die Besatzung der Enterprise. Nun gerät man von einem Paradoxon ins andere. Eine Logik zu finden, wie es Spock höchstpersönlich tun würde, ist hier erfolglos. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vermischen sich dermaßen, dass der Sinn gänzlich verloren geht. Nur wirklich eingefleischte „Star Trek“ -Fans werden ihren Spaß daran haben. Die Handvoll guter Sprüche, die auch mal den ganzen Kinosaal zum Lachen brachte, wird aber nicht ausreichen, um die weniger „Star Trek“-Begeisterten von dem Film zu überzeugen.
Star Trek
Filmstart am 7.5.
Regie: J. J. Abrams