Der Albrecht
Unabhängige Hochschulzeitung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Darum in die Ferne schweifen

Warum sich ein Besuch der elften Kieler Messe für Auslandsaufenthalte lohnt

von Anna Piekulla

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Dieses alte Sprichwort zu widerlegen, haben sich rund 20 gemeinnützige Organisationen, sowie kommerzielle Anbieter zur Aufgabe gemacht. Sie präsentieren sich am Mittwoch, den 03. Februar, von 9 bis 15 Uhr im Foyer des Audimax, in dessen Hörsälen auch verschiedene Vorträge zum Thema Finanzierungsmöglichkeiten für Auslandspraktika oder Bewerbung unter anderem in englischer Sprache gehalten werden. Da die Kieler Messe für Auslandsaufenthalte bereits zum elften Mal stattfi ndet, kann Jan Bensien vom International Center von der großen Beliebtheit dieser Vorträge berichten, welche in den letzten Jahren für Abiturienten, wie auch für Studierende sehr hilfreich waren. Im Jahre 2009 fanden um die 2500 Interessierte den Weg zur Auslandsmesse, deren Besuch kostenlos ist und keiner Voranmeldung bedarf. In unserer globalisierten Welt sind Auslandsaufenthalte wichtiger als je zuvor und zwar nicht nur für den Lebenslauf, sondern viel mehr zur Persönlichkeitsentwicklung, zum Spracherwerb und zum Knüpfen von berufl ichen Kontakten. Die Messe thematisiert insbesondere das Feld der Auslandspraktika, welche übrigens auch vom altbekannten ERASMUS Programm gefördert werden, jedoch muss sich der Auslandsaufenthalt nicht auf Europa beschränken, auf der Messe können sich die Besucher über Austauschprogramme weltweit informieren.

Besonders beliebte Staaten außerhalb Europas zum Studium, Praktikum und Work and Travel sind nach wie vor Australien und Neuseeland, welche auch auf der Messe vorgestellt werden, zu denen es aber auch noch eine separate Veranstaltung am Donnerstag, den 20. Mai, von 16.00 bis ca. 17.30 im International Center der CAU gibt. Herr Bensien möchte die Studierenden aber auch ermutigen sich nicht nur auf die westlichen, beliebten Modeländer zu fokussieren. Gerade die weniger beliebten östlichen EU-Staaten, wie Estland, Lettland, Polen oder auch Rumänien bieten ein großes Potential für ausländische Praktikanten und Studenten, da sich hier noch ein großes Feld an Möglichkeiten erschließen lässt. Mut gehört defi nitiv zu dem Entschluss ins Ausland zu gehen, nicht zuletzt, weil viele Studierende Angst haben ihr Bachelor- oder Masterstudium nicht in der Regelstudienzeit beenden zu können. Seit der Einführung des Bachelor/ Master Studiensystems ist es für die Studierenden schwieriger einen Auslandsaufenthalt in das Studium zu integrieren, aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes und der strikten Prüfungszeiten. Trotzdem rät Bensien, nicht den Mut zu verlieren und von der Idealvorstellung ein Studium nach sechs Semestern zu beenden, abzuweichen. Viele Studenten schaffen es trotz ihres regulären Studiums, ein Auslandssemester- oder Praktikum mit einzubringen und dies bereits in das Bachelorstudium zu integrieren.

Das Vortragsangebot versucht mit seinem Programm, die häufi gsten Fragen der auslandsinteressierten Studierenden und Abiturienten zu beantworten. Um Neun Uhr wird die Messe mit der Begrüßung durch das Präsidium der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eröffnet. Darauf folgen um Zehn Uhr Vorträge über die Finanzierungsmöglichkeiten von Auslandspraktika von Herrn Bensien und von Jutta Ziegler von der Agentur für Sprachreisen und Schulaufenthalte, um Elf Uhr fi ndet ein allgemeiner Vortrag zum Thema Jobs und Praktika im Ausland von Elmar Symanowski von der Auslandsvermittlung der ZAV statt und den Abschluss bildet Brigitte Dix-Kuessner vom Dix- Lingo English Service Kiel, welche den auslandsinteressierten Studierenden wichtige Informationen zu den Bewerbungsunterlagen in englischer Sprache vermittelt. Wer bisher also Angst vor dem Schritt ins Ausland hatte, vor den fi nanziellen Belastungen oder dem Dschungel der Programme und Formalitäten, der ist auf der elften Kieler Auslandsmesse genau richtig.

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