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	<title>Der Albrecht</title>
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	<description>Unabhängige Hochschulzeitung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel</description>
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		<title>Der Sommer in Kiel</title>
		<link>http://www.der-albrecht.de/2010/07/27/der-sommer-in-kiel-part-ii/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 13:25:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;hat mehr zu bieten als Strand und Schrevenpark – Alternativen zum Vertreiben langer, heißer Tage
von Frederike Köpke
4., 11. und 18.08., Pumpe, Pumpe Summer Nights – an je einem der drei Tage lassen Karamelo Santo, Mad Caddies und Desorden Público die Herzen von Ska-Fans höher schlagen. Aber auch so darf mit günstigen Cocktails und mittsommerlicher Atmosphäre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;hat mehr zu bieten als Strand und Schrevenpark – Alternativen zum Vertreiben langer, heißer Tage</p>
<p><em>von Frederike Köpke</em></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>4., 11. und 18.08.</strong></span>, <em>Pumpe,</em> Pumpe Summer Nights – an je einem der drei Tage lassen Karamelo Santo, Mad Caddies und Desorden Público die Herzen von Ska-Fans höher schlagen. Aber auch so darf mit günstigen Cocktails und mittsommerlicher Atmosphäre ordentlich gefeiert werden! Karten gibt’s im VVK für je 12 €. </p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>08.08.</strong></span>, <em>Prinz Willy,</em> ab 18 Uhr, 6 Jahre Prinz Willy – mit Live-Musik für Lau soll das Jubiläum gefeiert werden! </p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>22.08.</strong></span>, <em>Innenhof des Rathauses,</em> 20 Uhr, &#8220;Der kleine Prinz&#8221; – jetzt aber schnell: Die Komödianten führen das Stück (Premiere 9. Juli) ein letztes mal dieses Jahr im Innenhof des Rathauses auf. Karten gibt&#8217;s schon ab 10 €. </p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>28.08.</strong></span>, 19 &#8211; 24 Uhr, Museumsnacht &#8211; Kiels Ausstellungen wollen erkundet werden! Eintrittsbändchen gibt&#8217;s im VVK ab 5 €, an der Abendkasse ab 6 €. </p>
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		<title>Die Kieler Musiklandschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Liedermacher]]></category>
		<category><![CDATA[Open Stage]]></category>
		<category><![CDATA[Unrat]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Titel „Offenes Gelände“ gibt es in Kiel jetzt eine Open Stage, auf der Nachwuchsmusiker sich mitteilen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="unt">&#8230;ist ein „Offenes Gelände“</span></p>
<p><em>von Bernadett Skala</em></p>
<p><div id="attachment_2024" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/unrat.jpg"><img src="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/unrat.jpg" alt="Auf offenem Gelände - Foto: bs" title="Auf offenem Gelände - Foto: bs" width="200" height="150" class="size-full wp-image-2024" /></a><p class="wp-caption-text">Auf offenem Gelände - Foto: bs</p></div>Fast jede größere Stadt hat sie. Nur Kiel hinkt mal wieder hinterher. Doch seit Mai kann auch die Landeshauptstadt eine regelmäßige Open Stage für Liedermacher vorweisen &#8211; die Gelegenheit für Nachwuchsmusiker ihr Können auf der Bühne unter Beweis zu stellen.</p>
<p>Bisher waren die Chancen auf einen Auftritt für neue Musiktalente in dieser Richtung spärlich gesäht. Lediglich im Prinz Willy oder einmal im Jahr bei der Kieler Woche auf der Jungen Bühne gab es die Chance auf einen Auftritt. Doch jetzt kann man sich einmal im Monat ganz ohne undurchsichtige Auswahlverfahren und komplette Platte im Gepäck an die Musikfront trauen. „Wir wollen auch jemandem die Möglichkeit geben, der vielleicht noch nie vorher auf einer Bühne gestanden hat und das einfach mal ausprobieren möchte“, so Robert Daugs, einer der Initiatoren. Und Maximilian Schiller, der Zweite im Bunde, fügt hinzu: „Wir wollen niemanden einschränken und sagen, wir nehmen nur den klassischen Liedermacher. Es kann sich auch jemand hinsetzen und was Anderes machen. Es soll aber vornehmlich Akustikmusik sein.“</p>
<p>Dass es keine Beschränkungen für die Stilmittel und Instrumentenauswahl gibt, zeigte auch die Eröffnungsfeier am 20. Mai, wo es unter anderem osteuropäischen Folk und Klezmer von der „Sitzgruppe Ost“, eine klassische Gitarre und eine Bomben-Stimme von „Janina“ und Hamburger Schule von „Walheimat“ auf die Ohren gab. Das „Unrat“ in der Metzstraße war gerappelt voll &#8211; gut für die Hutkasse! Denn der Eintritt ist frei und die Bands spielen ohne Gage. Und auch Maximilian und Robert wollen keinen Gewinn machen. „Wir wollen, dass Musiker kommunizieren und Kontakte knüpfen können. Und dass jeder die Chance hat, gute Musik zu hören“, so Max. Die beiden sind selbst in der Gruppe „Laut ist Leichter“ aktiv und wissen, wie bedeutsam „eine Plattform für die Musikerszene ist, welche die Möglichkeit gibt, miteinander Sachen zu machen und sich auszuprobieren“, so Robert.</p>
<p>Auch in Zukunft soll zunächst eine Band beziehungsweise ein Liedermacher spielen und danach die Bühne freigegeben werden für Leute, die ihre Songs gern mit anderen teilen möchten und bisher vielleicht noch nicht die Gelegenheit dazu hatten. Die nächste Möglichkeit zum Spielen, Lauschen und Genießen bietet sich am 22. Juli im „Unrat“. Eingeleitet wird der Abend von N.A. Wilckens, dem Gewinner des ersten Singer Songwriter Contests in Kiel, und dann heißt es Bühne frei für alle Arten der Akustikmusik. Hingehen lohnt sich, denn Kiel hat in Sachen Musik mehr zu bieten, als man denkt, und kann mit anderen Großstädten allemal mithalten.</p>
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		<title>„Jost, komm wech von die Uni, du Arsch!“</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:22:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lübeck]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Sparplan]]></category>

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		<description><![CDATA[„Man kann nicht Elite werden, wenn im Land die Unis sterben!“ Das haben die Studierenden und Hochschulangehörigen aus ganz Schleswig-Holstein erkannt und gingen zusammen auf die Straße. Damit protestierten sie gemeinsam gegen die Sparpläne der Landesregierung, die vorsehen, wichtige Studiengänge der Universitäten Flensburg und Lübeck wegzustreichen, während die CAU weiterhin Elite-Universität werden soll. Organisiert von den ASten Lübeck, Kiel und Flensburg fand so am 16. Juni die größte Demonstration seit 30 Jahren der Landeshauptstadt statt, die den Demonstrierenden die Gelegenheit bot, den Politikern und der Öffentlichkeit in aller Deutlichkeit ihre Meinung zu sagen. Dies taten sie, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, und gaben sich durchaus kämpferisch: "Vom Jager zum Gejagten" konnte man auf einem Banner lesen. Die Regierung wurde ins Lächerliche gezogen mit Sprüchen wie „Deine Mudda spart an Bildung!“. Trotz Humor und der friedlichen Einstellung zeigten die Demonstrierenden, dass es ihnen mit dem Kampf für ihre Universitäten bitterer Ernst ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="unt">Schleswig-Holstein verteidigt seine Hochschulen</span></p>
<p><em>von Elisabeth Maria Schlierike</em></p>
<div id="attachment_1931" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><a href="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/kiel_kaempft_mit2.jpg"><img src="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/kiel_kaempft_mit2.jpg" alt="Kiel kämpft mit" title="Kiel kämpft mit" width="200" height="300" class="size-full wp-image-1931" /></a><p class="wp-caption-text">Kiel kämpft mit</p></div>
<p>Trillerpfeifen gellen, laute Musik ertönt, Tausende Stimmen skandieren gemeinsam Protestsprüche. Vom Campus der CAU bis zum Landeshaus gingen die Demonstrierenden aus Kiel und Flensburg, ab dem Schlossgarten zusammen mit Lübecker Studierenden und Hochschulangehörigen. 14.000 Menschen protestierten so am 16. Juni lautstark gegen die Sparpläne der Landesregierung. Diese hatte am 26. Mai beschlossen, welche Maßnahmen sie künftig ergreifen wolle. Dabei zeigte sich, dass sie in dieser Hinsicht auch im Bereich Bildung hinter Ministerpräsident Peter-Harry Carstensens Aussage „Es gibt keine Tabus mehr!“ steht. (s. Kasten)</p>
<blockquote><p>„Man kann nicht Elite werden, wenn im Land die Unis sterben.“ (Banner-Spruch)</p></blockquote>
<p>Die Studierenden und Angehörigen der Hochschulen wollen das jedoch nicht einfach hinnehmen. Über 6 Stunden lang machten sie in Kiel ihre Meinung mehr als deutlich: Unzählige Banner wurden in die Höhe gehalten, die alle zeigten, was die Demonstrierenden sowohl von der Landesregierung als auch von deren Plänen halten. „Meuterei – de Jager auf die Planke“ forderten die Einen, „Sparen an der Bildung – zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie bloß nicht Peter-Harry!“ warnten die anderen.</p>
<blockquote><p>
„In einem Land, in dem die Bildung mit Füßen getreten wird, will eh niemand studieren.“ (Tobias Langguth, AStA Uni Kiel)</p></blockquote>
<p>Erregte die Demonstration schon beim Zug durch die Stadt die Aufmerksamkeit der BürgerInnen, bekam sie diese vorm Landeshaus schließlich auch unter anderem von Wolfgang Kubicki, dem Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, und Jost de Jager, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Verkehr. Letzterer setzte zwar mehrmals an, etwas zu sagen, wurde jedoch jedes Mal nach wenigen Sekunden von den aufgebrachten Demonstrierenden übertönt, die ihm Versagen vorwarfen und seinen Rücktritt verlangten. So wurde die Zeit vor dem Landeshaus genutzt, in aller Deutlichkeit das Verhalten der Regierung zu beschreiben. Um die Botschaft noch offensichtlicher zu machen, ließen die Demonstrierenden schließlich gelbe Luftballons mit einer Nachricht an den Wissenschaftsminister aufsteigen. Zeigen muss sich, ob sie bei den Adressaten ankommt – und ob diese sich über die möglichen Effekte ihrer Pläne im Klaren sind. Denn wie Tobias Langguth vom AStA-Vorstand der CAU feststellte: „In einem Land, in dem die Bildung mit Füßen getreten wird, will eh niemand studieren. Das trägt auch zur Haushaltskonsolidierung bei.“ Auch von außerhalb der Hochschulen selbst bekamen die Studierenden Unterstützung für die Aktion. So sponserten Parteien und die Gewerkschaft ver.di Busse von Flensburg nach Kiel, aus Lübeck fuhr sogar ein Sonderzug zur Demonstration. Dass die Studierenden weiter aktiv bleiben, haben sie bereits bewiesen: Bereits am 19. Juni versammelten sich wieder Studierende in Kiel, diesmal auf dem Rathausplatz. Während Peter-Harry Carstensens Eröffnungsrede zur Kieler Woche waren die Demonstrierenden so laut, dass der Ministerpräsident Schwierigkeiten hatte, sich verständlich zu machen. Auch de Jager hörte bei einem Besuch in Lübeck neben kritischen Fragen von Studierenden abermals Buh-Rufe und Forderungen nach seinem Rücktritt.</p>
<blockquote><p>„Meuterei &#8211; de Jager auf die Planke“ (Banner-Spruch)</p></blockquote>
<p>Offiziell hat sich an den Vorhaben der Landesregierung noch nichts geändert. Zumindest aber sagte de Jager, er sei zu Gesprächen, wie dem mit der Personalversammlung der Universität Lübeck vor Kurzem, weiterhin bereit. So lange er allerdings an den Sparplänen festhält, werden auch die Studierenden des Landes energisch protestieren.</p>
<blockquote><p><strong>Auszüge aus dem Sparkonzept der Landesregierung</strong></p>
<p>„Ziel ist es, die Exzellenzfähigkeit im Land zu erhalten.“</p>
<p><em>Universität Lübeck</em> – Der Studiengang Medizin soll „aufgrund der begrenzten Ressourcen bei der Förderung exzellenter Forschung und Lehre“ gestrichen, bzw. nach Kiel verlagert werden. Ab dem Wintersemester 2011/2012 soll es keine Neueinschreibungen mehr geben. Bis 2020 sollen so rund 150 Mio. Euro gespart werden. Es wird bezweifelt, dass die Universität Lübeck ohne den Medizinstudiengang überlebensfähig ist.</p>
<p><em>Universität Flensburg</em> – Das IIM mit Studiengängen wie International Management, Energie- und Umweltmanagement und European Studies soll geschlossen werden. Derzeit gehören 800 Studierende dem Institut an. Auch hier soll ab dem WS 2011/2012 niemand mehr eingeschrieben werden. Offiziell soll so „die Qualität der Lehrerbildung gesichert“ werden. Laut Landesregierung werden so ab 2017 1,7 Mio. Euro gespart.</p>
<p><em>Universität Kiel</em> – Die CAU ist zunächst nicht direkt von den Sparbeschlüssen betroffen. Allerdings sollen im Land 10.000 neue Studienplätze geschaffen werden. Folglich muss es diese nach der Streichung von Studiengängen an anderen Universitäten hauptsächlich in Kiel geben. Gleichzeitig soll die CAU weiterhin darin unterstützt werden, Eliteuniversität zu werden. Zur Vorbereitung für Anträge der Exzellenzinitiative werden 2011 und 2012 insgesamt 7,5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.</p>
<p><em>Studentenwerk</em> – Die Zuschüsse für das Studentenwerk werden bis 2012 von 2,9 Mio. Euro auf 2 Mio. Euro reduziert. Für Neubau und Sanierung von Studentenwohnheimen wird es keine Zuschüsse mehr geben. Im Sparkonzept wird vorgeschlagen, dass das Studentenwerk zur Kompensation auf Leistungen verzichten oder den Studierendenbeitrag erhöhen kann.</p>
<p><em>Universitätsklinikum Schleswig-Holstein</em> – Das UK-SH soll privatisiert werden. Siehe Artikel.</p>
<p>Das komplette Sparkonzept findet sich unter: <a href="http://www.schleswig-holstein.de/cae/servlet/contentblob/907436/publicationFile/sparkonzept.pdf">http://www.schleswig-holstein.de/cae/servlet/contentblob/907436/publicationFile/sparkonzept.pdf</a> </p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Trinken ja, aber nicht auf der Straße</title>
		<link>http://www.der-albrecht.de/2010/07/04/trinken-ja-aber-nicht-auf-der-strase/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[HEMPELS]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Trinkraum]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Trinkraum von HEMPELS e.V. in Kiel hat es geschafft, die Szene von der Straße zu holen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="unt">Betreuter Alkoholkonsum in dem Trinkraum von HEMPELS</span></p>
<p><em>von Alexa Magsaam</em></p>
<p><div id="attachment_1951" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/trinkstube.jpg"><img src="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/trinkstube.jpg" alt="Der Trinkraum: Ein Ort für Jedermann. Foto: am " title="Der Trinkraum: Ein Ort für Jedermann. Foto: am " width="200" height="150" class="size-full wp-image-1951" /></a><p class="wp-caption-text">Der Trinkraum: Ein Ort für Jedermann. Foto: am </p></div>Die Schaßstraße 4 ist für die Kieler Straßen- und Trinkerszene seit 2003 ein fester Anlaufpunkt. Hier in Kiel Südfriedhof entstand vor sieben Jahren der Trinkraum des Vereins HEMPELS. „Es gab damals eine sehr ausgeprägte Straßenszene“, sagt Reinhard Böttner, Sozialpädagoge und der Geschäftsführer von HEMPELS e.V. „Die Leute hingen auf der Straße rum, betranken sich, machten Lärm, urinierten öffentlich.“ Ärger mit den AnwohnerInnen stand an der Tagesordnung. Diese fühlten sich durch die Straßenszene belästigt, aber auch die Szene wurde von den AnwohnerInnen beschimpft und beleidigt. Es musste eine Lösung für das Problem her, mit der beide Seiten leben konnten. Die Menschen mussten weg von der Straße. Zuerst wurden Platzverweise und Verbote ausgesprochen. „Das hatte aber nur zur Folge, dass die Szene – immer noch auf der Straße – von dem einen zum nächsten Ort wanderte.“</p>
<p>Die ersten Versuche das Problem zu lösen scheiterten.</p>
<p>Bis 2003 das Konzept des Trinkraums entstand. Entwickelt wurde die Idee vom Amt für Wohn- und Grundsicherung, dem Verein Hempels und der Stadt Kiel. Aus Sicht der Stadt handelte es sich dabei um eine ordnungspolitische Maßnahme, nicht um ein therapeutisches Angebot. Denn zunächst ging es nur darum, die Szene zu entspannen &#8211; die Menschen weg von den Straßen zu holen.</p>
<blockquote><p>„Das Konzept funktioniert und hat sich bewährt.“ (Reinhard Böttner, Geschäftsführer von HEMPELS e.V.)</p></blockquote>
<p>Mittlerweile ist der Trinkraum mehr als nur das. Hier treffen sich Alkoholiker, Wohnungslose, Hartz IV-Empfänger und Drogenabhängige. 30 Prozent der BesucherInnen sind zwischen 18 und 30 Jahren alt. Im Schnitt besuchen 50 Personen pro Tag den Trinkraum in der Schaßstraße 4. Wer hierher kommt, muss keine Voraussetzungen erfüllen und wird akzeptiert, wie er ist. Mann oder Frau kann hier in aller Ruhe Alkohol konsumieren, ohne Belästigung. Täglich von 9 Uhr bis 15 Uhr, das sind die Öffnungszeiten des Trinkraums. Die Besucher müssen ihren niedrigprozentigen Alkohol selbst mitbringen. Meist ist das Bier oder Wein. Erlaubt ist aber alles bis 15 Prozent. Verboten sind Waffen, harter Alkohol und andere Drogen. An der Theke gibt es keinen Alkohol. Nur normale Getränke und starken Kaffee. Hinterm Tresen stehen Heike und Dirk. Sie  sind bei HEMPELS als Tresenpersonal fest angestellt. Sie sorgen auch dafür, dass die Regeln des Trinkraums befolgt werden. Auch hier zieht das Prinzip der sanften Tour, nicht des erhobenen Zeigefingers. Da die beiden selber aus der Szene kommen, haben sie den besten Zugang zu den Besuchern, kennen einige privat. „Sie wissen, wie man reagiert, wenn es mal Stress gibt“, sagt Herr Böttner. „Außerdem dürfen sie auch Hausverbote aussprechen, wenn es wirklich mal eskalieren sollte. Allerdings ist das nicht oft vorgekommen.“</p>
<p><div id="attachment_2043" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/600px-HEMPELS_von_Aussen.jpg"><img src="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/600px-HEMPELS_von_Aussen.jpg" alt="Das HEMPELS-Gebäude in der Schaßstraße 4 in Südfriedhof - Foto: am " title="Das HEMPELS-Gebäude in der Schaßstraße 4 in Südfriedhof - Foto: am " width="150" height="200" class="size-full wp-image-2043" /></a><p class="wp-caption-text">Das HEMPELS-Gebäude in der Schaßstraße 4 in Südfriedhof Foto: am </p></div>Ob man den Trinkraum auch als Kapitulation der Sozialarbeit ansehen könnte, beantwortet Herr Böttner klar mit nein. Gerade durch den Trinkraum sei es gelungen, die Szene zu erreichen. Man könne „nicht einfach auf die Straße zu den Menschen gehen und ihnen sagen, was richtig und was falsch ist.“ Es gehe viel mehr darum Vertrauen aufzubauen, die Menschen kennenzulernen und ihnen zu zeigen, dass sie akzeptiert werden, wie sie sind. Es seien zwar langwierige Prozesse, aber haben die Menschen erstmal Vertrauen aufgebaut, fragen sie auch nach Hilfe. Dafür bietet HEMPELS im zweiten Stock der Schaßstraße einen Sozialdienst auf Nachfrage. „Hier bieten wir z.B. Hilfe bei Verlust des Girokontos, Begleitung zu Behördengängen und psychosoziale Beratung in Krisensituationen an.“</p>
<p>„Das Konzept funktioniert und hat sich bewährt.“ so Böttner. Die Szene ist weg von der Straße und die AnwohnerInnen und Geschäfte müssen sich nicht länger belästigt fühlen. Da der Trinkraum in Südfriedhof seit nunmehr sieben Jahren so positive Resonanz erhält, wird demnächst ein weiterer Raum in Gaarden eröffnet. Auch dort soll es nicht nur um betreutes Trinken gehen. Sondern es wird ebenfalls einen Sozialdienst geben &#8211; auf Nachfrage, so wie es sich bewährt hat. Wann genau die Eröffnung stattfindet, ist noch unklar. „Die Planungen sind so gut wie abgeschlossen, wenn jetzt noch die Finanzierung klar geht, kann es losgehen.“</p>
<p>Bislang ist der Trinkraum von HEMPELS der einzige seiner Art in ganz Deutschland. Weshalb bis jetzt keine andere Stadt das Konzept übernommen hat, kann sich Reinhard Böttner nicht erklären. Warum ausgerechnet Kiel in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle übernimmt, weiß niemand so richtig. Fest steht: Die Idee, über den Trinkraum an die Szene zu gelangen und durch das Aufbauen von Vertrauen auch geringfügig Sozialhilfe an den Mann zu bringen, ist aufgegangen. Nur Vorsicht: Denn es sei auch gesagt, dass Probleme weiterhin existieren und noch immer Menschen auf den Straßen „rumhängen“, sich öffentlich betrinken und andere Menschen verärgern. Trotzdem wurde hier in Kiel, mit dem Trinkraum, ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.</p>
<p>Mittlerweile hat sich das Konzept des Trinkraumes und dessen Erfolg herumgesprochen. Immer mehr Städte und Kommunen erkundigen sich darüber, bekunden ihr Interesse. Bis jetzt kamen Nachfragen aus Hamburg, Freiburg, Hannover und Dortmund. Es werden wohl nicht die letzten gewesen sein.</p>
<p>Zum Interview mit Reinhard Böttner geht es <a href="http://www.der-albrecht.de/2010/07/04/interview-mit-reinhard-bottner-geschaftsfuhrer-hempels-e-v">hier</a>.</p>
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		<title>Alles für die Jugend</title>
		<link>http://www.der-albrecht.de/2010/07/04/alles-fur-die-jugend-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[jugenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>

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		<description><![CDATA[von Annemarie Schönherr
Sparkönig Peter Harry mahnt: „Aus Verantwortung gegenüber der Jugend muss jetzt eine Umkehr eingeleitet werden.“ Das heißt weniger Geld auch für die Jugendverbände. Wozu braucht diese Jugend heute Treffs, Zeltlager und Ferien-Pass-Aktionen? Ihre Zukunft wird rosig sein: ein – eventuell, vielleicht – schuldenfreies Schleswig-Holstein. Die Qual der Wahl zwischen den Universitäten wird es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Annemarie Schönherr</em></p>
<p>Sparkönig Peter Harry mahnt: „Aus Verantwortung gegenüber der Jugend muss jetzt eine Umkehr eingeleitet werden.“ Das heißt weniger Geld auch für die Jugendverbände. Wozu braucht diese Jugend heute Treffs, Zeltlager und Ferien-Pass-Aktionen? Ihre Zukunft wird rosig sein: ein – eventuell, vielleicht – schuldenfreies Schleswig-Holstein. Die Qual der Wahl zwischen den Universitäten wird es nicht mehr geben und Kinder werden endlich wieder Privatsache.</p>
<p>Kaum noch Schulen auf dem Land und ab 2011 weniger Jugendtreffs. Welch ein Glück, dass die Bushaltestellen noch nicht von den Sparplänen betroffen sind. Sie bieten nach wie vor die Möglichkeit zum Rückzug aus der Erwachsenenwelt und – Korn so weit das Auge reicht.</p>
<p>Zugegeben, in den letzten Jahren wurden erfolgreiche Strukturen in der Jugendarbeit aufgebaut. Mädchen- und Jungen spezifische Arbeit wurde gefördert; Geld und viel Schweiß investiert. Das werden wir überwunden haben. Ab Januar 2011 sind wir alle gleich!</p>
<p>Die vielen Ehrenamtlichen in den Jugendverbänden können einfach weitermachen wie bisher – Ehrenamt heißt ohne Geld, oder? Das Engagement wird ja schließlich symbolisch belohnt: Einmal im Jahr vergibt die Regierung den Stark-Preis für freiwilliges Engagement von „jungen Menschen“. Ein feuchter Händedruck des volksnahen Sparkönigs inklusive. Das Motto der Werbeaktion lautet: „Ich mach mich stark! Für uns in Schleswig-Holstein“. Ehrlicher wäre wohl: „Beute mich aus! Für uns in Schleswig-Hohlstein“. </p>
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		<title>Patient in der Notaufnahme</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:14:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Privatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[Uni-Klinik]]></category>

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		<description><![CDATA[Schleswig-Holstein möchte sein Universitätsklinikum vom Tropf des Steuerzahlers nehmen und in die Hände eines privaten Investors überführen. Durch die Privatisierung sollen finanzielle Aufwendungen des Landes zurückgefahren werden und die Zukunftsfähigkeit des Klinikums erhalten bleiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="unt">Das Ringen um das UK-SH</span></p>
<p><em>von Martin Pospiech</em></p>
<p><div id="attachment_1938" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><a href="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/uni_kiel_privatisierung.jpg"><img src="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/uni_kiel_privatisierung.jpg" alt="Ebbe in der Haushaltskasse, ungewisse Zukunft des UK-SH – Foto: Daniel Heller " title="Privatiesierung der Uni-Klinik" width="400" height="300" class="size-full wp-image-1938" /></a><p class="wp-caption-text">Ebbe in der Haushaltskasse, ungewisse Zukunft des UK-SH – Foto: Daniel Heller </p></div>Das Ausmaß der finanziellen Misere Schleswig-Holsteins greift auf den Gesundheitssektor über: Mit einem beispiellosen Sparpaket hat die Landesregierung Ende Mai die Privatisierung des Universitätsklinikums Schleswig-Holsteins (UK-SH) beschlossen. Der Kabinettsbeschluss folgt damit einer Empfehlung der Haushaltsstrukturkommission, der unter anderem Finanzminister Wiegard und der Präsident des Landesrechnungshofes Aloys Altmann angehören, die ein Eckpunktepapier zur Haushaltskonsolidierung erarbeitet und der Regierung vorlegt hatte.</p>
<p>Die Opposition kritisierte das Vorhaben scharf und warf Schwarz-Gelb Wortbruch vor. Von „perfider Privatisierungsstrategie“ sprach der im Landtag sitzende Grünen-Abgeordnete Andreas Tietze. Ursprünglich hatten sich CDU und FDP auf einen Verbleib des Universitätsklinikums in öffentlicher Trägerschaft geeinigt. Die SPD befürchtet nun, dass ein Verkauf des UK-SH, neben der Schließung des Medizinstudiengangs in Lübeck, endgültig das Aus der Universität Lübeck bedeuten könnte. Schwarz-Gelb verteidigt unterdessen den Sparvorschlag. Die Privatisierungspläne seien angesichts der desolaten Haushaltslage notwendig, um dem Investitionsstau der beiden Klinikstandorte in Kiel und Lübeck zu begegnen, heißt es aus Regierungskreisen. Vor zwei Jahren scheiterte ein Vorstoß der CDU zur Privatisierung noch am Widerstand des Koalitionspartners SPD. Man einigte sich auf einen Kompromiss, der lediglich eine Teilprivatisierung in den Bereichen Service und Informationstechnologie vorsah.</p>
<p><div id="attachment_2113" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/600px-Kiel_Privatisierung_1.jpg"><img src="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/600px-Kiel_Privatisierung_1.jpg" alt="Protest der Belegschaft des UK-SH am 16 Juni - Foto: Daniel Heller " title="Protest der Belegschaft des UK-SH am 16 Juni - Foto: Daniel Heller " width="200" height="150" class="size-full wp-image-2113" /></a><p class="wp-caption-text">Protest der Belegschaft des UK-SH am 16 Juni - Foto: Daniel Heller </p></div>Das UK-SH, das mit etwa 10.000 MitarbeiterInnen der größte Arbeitgeber Schleswig-Holsteins ist und rund 1500 MedizinstudentInnen beherbergt, hatte aus finanzieller Sicht bislang nur mit jährlichen Verlusten von sich Reden gemacht. Das Klinikum hat über mehrere Jahrzehnte hinweg einen Schuldenberg von knapp 90 Millionen Euro angehäuft. Der Sanierungsbedarf der maroden Gebäudekomplexe wird auf über 800 Millionen Euro geschätzt. Jetzt soll der Verkauf nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Gebäude-, sondern auch der Etatsanierung sein, ließ das Finanzministerium verlauten. Denn das strukturschwache Schleswig-Holstein steht mit 24 Milliarden Euro tief in der Kreide. Wegen der in der Verfassung verankerten Schuldenbremse muss das Land bis zum Jahr 2020 jährlich 125 Millionen Euro einsparen, um das strukturelle Defizit von 1,25 Milliarden Euro auf Null zu fahren. Um eine solche Schuldenlast tragen und somit ein finanzielles Desaster abwenden zu können, müsse man den Rotstift auf der Ausgabenseite ansetzen. Weil das ohnehin schon geringe Steueraufkommen des Landeshaushalts mit einer Zinslast von einer Milliarde Euro besteuert werde, seien weitere Kreditaufnahmen durch den Staatshaushalt nicht im Sinne des Nachhaltigkeitsprinzips, denn sie führten zu einer Mehrbelastung der Steuerzahler, heißt es. Da ebendiese hohe Summe an Schulden nicht durch Mehreinnahmen getilgt werden könne, wolle man den Gürtel bei den Ausgaben künftig enger schnallen.</p>
<p>Wie man aus der Not dennoch eine Tugend machen kann, zeigt das Beispiel Gießen-Marburg. Das erste privatisierte Universitätsklinikum Deutschlands verzeichnete 2005 noch ein dickes Minus von 15 Millionen Euro. Seit der Übernahme durch die Rhön-Klinikum AG schreibt die Klinik erstmals seit ihrem Bestehen schwarze Zahlen. Sank das Defizit bereits ein Jahr nach der Privatisierung um fast Hälfte, bilanzierte die Klinik 2009 einen stolzen Gewinn von 4,8 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum jedoch ging die Anzahl der MitarbeiterInnen, trotz einer höheren Einstellungsquote von ÄrztInnen und Pflegepersonal, um 1000 zurück. Der Privatisierungsstreit hat längst nicht nur eine Debatte über die Handlungsfähigkeit des Landes, sondern auch über die Zukunftsfähigkeit des Krankenhauses entfacht. Schließlich geht es um das Überleben jenes Patienten, der einziger Träger der Maximalversorgungsstufe in Schleswig-Holstein ist.</p>
<p><div id="attachment_2114" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/600px-Kiel_Privatisierung_4.jpg"><img src="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/600px-Kiel_Privatisierung_4.jpg" alt="Drastische Mobilmachung gegen schwarz-gelbe Privatisierungspläne - Foto: Daniel Heller " title="Drastische Mobilmachung gegen schwarz-gelbe Privatisierungspläne - Foto: Daniel Heller " width="150" height="200" class="size-full wp-image-2114" /></a><p class="wp-caption-text">Drastische Mobilmachung gegen schwarz-gelbe Privatisierungspläne - Foto: Daniel Heller </p></div>Gegner der Privatisierung laufen seit Wochen Sturm gegen die Pläne der Landesregierung und warnen vor den sozialen Folgen einer möglichen Verschlechterung der medizinischen Versorgung. Sie befürchten einen Qualitätsverlust in der Patientenversorgung, der durch einen rigiden Personalabbau begünstigt würde. Überdies, betont die Gegenseite, schüre die Überführung des UK-SH aus öffentlicher Trägerschaft in private Hände bei Betroffenen die Angst des Arbeitsplatzverlustes. Dennoch ist eine Ambivalenz der Belegschaft über die geplante Privatisierung deutlich erkennbar. Der tägliche Unmut über die tariflichen Zustände schlägt bei vielen in Wut und Verzweiflung über den Status quo um. Seit Jahren müssen Angestellte des UK-SH auf 20 Prozent ihres Tariflohns verzichten und die erhöhte Patientennachfrage durch Überstunden ausgleichen, um das Klinikum tragfähig zu halten. Mitte Juni demonstrierten zahlreiche Angestellte und Gewerkschafter des Klinikums gegen unwürdige Konditionen. „Wir sind in jeder Hinsicht überfordert &#8211; und arbeiten unter hoher Belastung für sittenwidrige Löhne“, klagt Sabine P., angestellte Pflegekraft, über die Arbeitsbedingungen.</p>
<p>Die Rhön-Klinikum AG hat inzwischen auch am UK-SH Interesse bekundet. Bei einer Übernahme würden die finanziellen Einsparungen Geld in die Landeskassen spülen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund und ver.di halten am kollektiven Widerstand fest und mobilisieren ihre Anhänger geschlossen gegen eine Privatisierung. In einer Mitteilung des Wissenschaftsministeriums wird dagegen zur Besinnung aufgefordert. „Wenn der Wind der Veränderung weht, schließen die meisten Menschen die Fenster. Die Klugen jedoch bauen Windmühlen.“ Ob die Mühlen letzten Endes einen Wind der Veränderung herbeiführen, ist fraglich. Denn die scharf geführte Diskussion offenbart zwei große Baustellen im Gesamtgefüge des Armenhauses Schleswig-Holstein: das sanierungsbedürftige UK-SH und die Ebbe in der Haushaltskasse.</p>
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		<title>Landesweites Semesterticket abgewählt!</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:14:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[AStA]]></category>
		<category><![CDATA[StuPa]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem Erdrutschsieg wird es für die FaLi leicht sein einen neuen AStA zu bilden. Semesterticket wurde deutlich abgelehnt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="unt">Die Fachschaftsliste ist eindeutiger Profiteur vom Wegfall der Grünen</span></p>
<p>Mit 41 Prozent aller abgegebenen Stimmen hat die Fachschaftsliste (FaLi) ein historisches Ergebnis erreicht. Sie stellt folglich auch neun der 21 Sitze im Studierendenparlament (StuPa) mit einem Zuwachs von 4 Sitzen. Auf den zweiten Platz wurde die Juso-HSG gewählt. Sie vereinigt 28 Prozent auf sich und erhält mit sechs Sitzen einen mehr als in der vorherigen Legislaturperiode. Junge Union HSG (10 %) und Linksalternative Liste (8 %) werden jeweils zwei Plätze besetzen können. RCDS und Liberale Hochschulgruppe kommen beide auf sechs Prozent und somit einen Sitz. Im Senat verloren die Jusos einen Sitz und haben nur noch eine Stimme, während die FaLi zwei Sitze hinzugewann und mittlerweile drei Mandate auf sich vereinigt.</p>
<p>Die Wahlbeteiligung war mit 37 Prozent deutlich höher als in den Vorjahren. Dies dürfte mit der Kombination der Wahl mit der Abstimmung zum landesweiten Semesterticket zusammenhängen. Beide Vorschläge wurden überwältigend abgelehnt; das Semesterticket wird weiterhin auf Kiel begrenzt, dafür aber bezahlbar sein.</p>
<p>Um die Mehrheit im StuPa zu haben und damit den AStA zu bilden, bräuchte die FaLi nur die Linksalternative Liste oder die Junge Union HSG. Die Position der Jusos wurde relativ geschwächt und sie konnten offensichtlich nicht so stark von potentiellen Grünen-Wählern profitieren, wie die FaLi.</p>
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		<title>Geschichte erleben</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[„Raus aus dem spröden Uni-Alltag!“ Das dachten sich einige Studenten der CAU zu Kiel und eröffneten nun ihre eigene Ausstellung im „Haus der Geschichte“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="unt">GeschichtsstudentInnen konzipieren eigene Ausstellung</span></p>
<p><em>von Claudia Baldeweg</em></p>
<p>Wenn man den Namen des kleinen Örtchens hört, fällt einem dabei zunächst nichts besonderes ein. Doch hier, 30 km westlich von Kiel entfernt, gibt es einige interessante Sachen zu entdecken. Eine davon ist „Das Haus der Geschichte“ im Dorfmuseum Sehestedt.</p>
<p>Am 04. Juli 2010 um 12 Uhr wurde die Ausstellung „Handgranaten, Maisbrot, Schokoladensuppe – (Flüchtlings-)Frauen und Kinder in Sehestedt nach 1945“ feierlich eröffnet.</p>
<p>Bereits im Herbst 2009 begannen 15 Geschichtsstudenten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ihre eigene Ausstellung zu konzipieren. Dabei wurden sie durch Prof. Dr. Karl Heinrich Pohl unterstützt. Sie befragten Zeitzeugen, sammelten Ausstellungsmaterial und drehten einen Dokumentarfilm. In der Ausstellung soll vor allem dargestellt werden, wie das Verhältnis von Einheimischen und Flüchtlingen, die nach 1945 in das Dorf strömten, sodass es zu explodieren drohte, war. Wie ging man außerdem mit dem erhöhten Bevölkerungswachstum um? Womit spielten die Kinder? Wie sah das Leben für die Frauen zu dieser Zeit aus? Das sind Fragen, die bei einem Museumsbesuch geklärt werden können.</p>
<p>Die Ausstellung läuft noch bis zum 04. August 2010 und hat immer samstags und sonntags von 16 bis 18 Uhr geöffnet.</p>
<p>Weitere Informationen findet ihr unter <a href="http://www.dorfmuseum.sehestedt.de">www.dorfmuseum.sehestedt.de</a>. </p>
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		<title>Celler Trialog in Kiel</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Celler Trialog]]></category>
		<category><![CDATA[Marine]]></category>
		<category><![CDATA[Militarisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Jahr also Kiel. Unter dem Titel „Handel und Wandel – Maritime Herausforderung und nationale Interessen“ werden neue Konzepte für militärisches Handeln in der Zukunft besprochen. Mit Kiel soll auch die Marine deutlicher in den Fokus rücken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="unt">Wirtschaft, Militär und Politik überlegen Konzepte für die Zukunft</span></p>
<p><em>ein Kommentar von Hendrik Lux</em></p>
<p>Das Wort „Trialog“ klingt zunächst ja ganz harmlos. Drei Parteien befinden sich in einem Gespräch. Das Ganze hat jedoch eine sicherheitspolitische und militärische Zielsetzung. Ins Leben gerufen wurde diese Konferenz von Herrn Oberstleutnant der Reserve Müller, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank ist. Zum ersten Mal fand der Trialog 2007 in Celle statt, diesmal ist er nach Kiel ausgewichen, da die gastgebende 1. Panzerdivision sich derzeit in Auslandsverwendung befindet. Vom ersten bis zum dritten September werden sich also in Kiel und dem Landeskulturzentrum Salzau Führungspersönlichkeiten aus Militär, Wirtschaft und Politik treffen.</p>
<p>Das Ziel dieses Trialogs ist die engere Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Militär zur Wahrung deutscher Sicherheitsinteressen. Die Sicherheit Deutschlands könne nicht allein militärisch gewährleistet werden. 2007 sagte der damalige parlamentarische Staatssekretär Kossendey: „Die investive Schwäche des Staates zwingt uns dazu, Verbesserungen in der Truppe durch alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen.“ Zusätzlich zur Privatisierung mancher Aufgabenbereiche, etwa durch die Heeresinstandsetzungslogistik GmbH, sucht die Bundeswehr verstärkt den Kontakt zur Wirtschaft, um mögliche Synergieeffekte abzuschöpfen.</p>
<p>Ein weiteres Augenmerk ist das Werben in Politik und Wirtschaft für die Belange der Bundeswehr. Die Bundeswehr will die Politik über ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse informieren. Das ist verständlich und sicherlich auch sinnvoll. Demokratietheoretisch komplizierter wird es, wenn die Bundeswehr der Politik reinredet, wie und wo sie eingesetzt werden soll. Zivile Autorität steht über der militärischen und die Politik gibt der Bundeswehr ein Mandat zum Handeln, nicht umgekehrt. Diese ehernen Grundsätze könnten durch diesen Trialog verwischen.</p>
<p>Es scheint insgesamt ein Umdenken in der Gesellschaft gegeben zu haben, dass das Militär unkritischer wahrgenommen wird als noch vor einigen Jahrzehnten. Diese Wandlung kann auch an unserer Universität festgestellt werden. Das Schleswig-Holsteinische Institut für Friedenswissenschaften wurde aufgelöst und seine Mitarbeiter an die CAU angegliedert. Zugleich scheint sich das Institut für Sicherheitspolitik an unserer Uni wachsender Bekanntheit zu erfreuen. Also Sicherheit statt Frieden? Wie drückte es die Band Kettcar aus: „Das Leben, das wir leben, geschützt im Schützengraben“?</p>
<blockquote><p>Um gegen eine weitergehende Militarisierung der Gesellschaft zu protestieren, hat sich ein Bündnis in Kiel gegründet. Nähere Informationen findet ihr unter: <a href="http://kein-trialog.so36.net/">http://kein-trialog.so36.net/</a></p></blockquote>
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		<title>„Micmacs“</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:12:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Pierre Jeunet]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Studio]]></category>
		<category><![CDATA[Sneak Preview]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sneak-Preview im Neuen Studio feiert ihr halbjähriges Bestehen. Es gibt Preise für alle und einen französischen Film.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="unt">Ein Mann und seine Freunde gegen die Waffenindustrie</span></p>
<p><em>von Claudia Baldeweg</em></p>
<p><div id="attachment_1971" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/Plakat_Micmacs_A4-D-1_215.jpg"><img src="http://www.der-albrecht.de/wp-content/uploads/Plakat_Micmacs_A4-D-1_215.jpg" alt="Filmplakat: Micmacs - Quelle: Kinowelt" title="Filmplakat: Micmacs - Quelle: Kinowelt" width="215" height="304" class="size-full wp-image-1971" /></a><p class="wp-caption-text">Filmplakat: Micmacs - Quelle: Kinowelt</p></div>Es ist Mittwochabend, 22:20 Uhr. Noch 10 Minuten bis die Vorstellung beginnen soll. Zu meiner Schande muss ich zugeben, noch nie in einer Sneak-Preview gewesen zu sein. Umso aufgeregter war ich natürlich. Langsam füllen sich die Sitzreihen. Nach der Vorschau beginnt die Verlosung. Und da die Sneak im Neuen Studio ein halbes Jahr alt wird, gibt es nette Preise für alle. Manche gewinnen Strandsets, andere Kulis und Schlüsselanhänger und ich bin seitdem stolze Besitzerin eines Hörbuchs von Stieg Larsson. Nach der Preisvergabe folgen die „Filmschnipsel“. Hier werden diesmal zwei Ausschnitte von „Grand Torino“ gezeigt. Sehr gute Wahl!</p>
<p>Jetzt beginnt endlich der Film. Im Voraus wurde bereits verraten, dass er erst in einem Monat in den deutschen Kinos anläuft und deshalb im Orginaltton gezeigt wird. Es wird ganz ruhig im Saal. Und, und.. Ohja, ein französischer Film!</p>
<p>Es geht um Bazil (Dany Boon), der nicht viel Glück in seinem Leben hat. Als er noch ein kleiner Junge ist, stirbt sein Vater beim Entschärfen einer Granate und dann, einige Jahre später, schießt ein Fremder Bazil noch eine Kugel in den Kopf. Diese verletzt ihn allerdings nicht tödlich, sodass die Ärzte auf entscheiden, die Kugel drin zu lassen. Schließlich verliert er seinen Job und seine Wohnung, was ihn dazu bewegt, sich als Straßenkünstler durchzuschlagen.</p>
<p>Doch wie in jedem guten Film folgt eine glückliche Wendung. Bazil lernt auf der Straße den alten Canaille (Jean-Pierre Marielle) kennen und findet so in einer Hütte auf einem Schrottplatz sein neues zu Hause und eine verrückte, aber liebevolle Familie. Diese besteht ebenfalls aus Außenseiterfiguren und bastelt aus Schrott neue Sachen, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Und wie es der Zufall will, kommt er ganz nebenbei dem Mördern seines Vaters und auch den Leuten, denen er die Kugel in seinem Kopf zu verdanken hat, auf die Schliche.</p>
<p>Bei diesem Film ist für jeden was dabei. Die Jungs bekommen explodierende Häuser und die Mädchen eine kleine Liebesgeschichte. Jean-Pierre Jeunet, der bereits Filme wie „Delicatessen“ und „Die fabelhafte Welt der Amélie“ drehte, beweist auch hier wieder sein Können. Er zaubert bizarre Figuren und den typisch französischen Humor auf die Leinwand, sodass es Spaß macht hinzusehen. Trotz allem darf man den politischen Aspekt dieses Films nicht außer Acht lassen. Er setzt ein klares Statement gegen die Waffenindustrie und all ihre Beteiligten.</p>
<p>Kurz nach 1:00 Uhr neigte sich der Kinoabend dem Ende zu. Das Publikum sah sehr zufrieden aus. Und ich war es auch.</p>
<p>Für alle Interessierten: Filmstart ist der 22.Juli</p>
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